Flavonoide Rotwein

Rote Trauben haben einen besonders hohen Gehalt an Polyphenolen. Dazu gehören natürlich auch die Flavonoide. Und da Rotwein aus roten Trauben hergestellt wird, ist es nicht verwunderlich, dass auch Rotwein einen sehr viel Flavonoide enthält.

Die im Rotwein enthaltenen Phenole verleihen ihm nicht nur sein charakteristisches herbes Aroma, sondern sorgen auch für den guten Ruf dieses Genussmittels. Der Rotwein enthält flavonoide Verbindungen, wie beispielsweise Flavone, Anthocyane, Tannine und Catechine in großen Mengen. Sie sind vor allem in den Schalen der Weinbeere, den Kernen und Stielen konzentriert enthalten. Durch geeignete Techniken in der Weinherstellung kann die Menge der Flavonoide gesteuert werden. Ein zu hoher Anteil im Weißwein oder Schaumwein ist jedoch unerwünscht. Daher ist verfügt auch der Rotwein über einen höheren Flavonoidgehalt.

Im Zusammenhang mit den positiven Effekten auf den Menschen wird Rotwein für das Phänomen des Französischen Paradox verantwortlich gemacht. Darunter wird die Tatsache verstanden, dass Franzosen trotz des Alkoholkonsums von Rotwein länger leben, als beispielsweise Deutsche oder Amerikaner. Studien zeigten auch, dass der Alterungsprozess weniger stark ausgeprägt sei, als bei anderen Bevölkerungsgruppen. Nach Aussage der Forscher ist das Rotwein-Trinken trotz Alkoholgehalt für den Menschen gesund.

Viele Ärzte empfehlen deshalb zum Essen ein Glas Wein, vor allem für Patienten mit einer Neigung zu Herzkreislauferkrankungen. Dies liegt daran, dass die Flavonoide zu einer Senkung des kardiovaskulären Risikos, also dem Risiko an einem Herzinfarkt zu erkranken, vor allem bei Männern führen.
Jedoch sollte bei dem täglichen Glas Rotwein nicht übertrieben werden. Die Empfehlung des Arztes sollte nicht zu Alkoholexzessen führen. Denn bereits ein Viertelliter Rotwein beinhaltet durchschnittlich 20 Gramm Alkohol und 140 Kilokalorien. Und zu viel Alkohol begünstigt hingegen die Entstehung von freien Radikalen im Körper, wodurch sich auch das die toxische Wirkung des Alkohols erhöht.

Möchte man auf die Flavonoide aus dem Rotwein verzichten, kann man als Alternative auch nur die roten Weintrauben verzehren. Dies sollte jedoch auch die Schale und die Kerne beinhalten um auch tatsächlich Flavonoide aufzunehmen.