Vorkommen der Flavonoide

Flavonoide stellen eine Gruppe von Pigmenten dar, die die Färbung von Früchten und Blüten hervorrufen. Deshalb kommen sie in sehr vielen Pflanzenarten vor. Für den Menschen sind natürlich die Obst- und Gemüsesorten, die einen besonders hohen Gehalt an diesem Nährstoff aufweisen, interessant.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass in den Lebensmitteln die Konzentration an Flavonoiden stark voneinander abweichen kann. Bei Freilandpflanzen ist beispielsweise der Flavonoidgehalt höher als bei Pflanzen aus dem Gewächshaus. Des Weiteren hat ein geschälter Apel einen geringeren Gehalt als ein ungeschälter Apfel, da die Flavonoide vor allem in der Schale enthalten sind. Eine Tomate oder Weißwein haben hingegen einen deutlichen geringeren Anteil als ein geschälter Apfel.

Als sehr gute Flavonoid-Lieferanten mit einem sehr hohen Gehalt gelten Grünkohl, Broccoli, Zwiebeln, Sellerie und Äpfel. Anthocyane, dass sind die roten und blauen flavonoiden Pflanzenfarbstoffe, sind vor allem in Früchten und Beeren, wie Holunder, Heidelbeeren oder schwarzen Johannisbeeren enthalten. Bestimmte Nüsse und Getreidesorten, beispielsweise Gerste, Walnüsse und Pekannüsse, enthalten ebenfalls eine hohe Konzentration dieses wertvollen Stoffes.

Die Flavonoide kommen in den Lebensmitteln in unterschiedlichen Verbindungen vor:

  • Flavanole finden sich vor allem in Rotwein, Äpfeln, Pfirsichen, Aprikosen, Weißdorn, Mossbeeren und grünem Tee.
  • Flavanon-Lieferanten sind Grapefruits, Zitronen und Orangen.
  • Flavone enthalten beispielsweise Gemüsesorten wie Sellerie, Ginkgo, grüne Oliven und Paprika.
  • Flavonole sind als Verbindung in Zwiebeln, Holunderblüten, Tomaten, Preiselbeeren, Schnittlauch, Weißdorn, Grünkohl und Endivien enthalten.
  • Isoflavone sind vor allem in Sojabohnen und Hauhechel nachweisbar.

Zu den Vorkommen und der Verarbeitung von Flavonoiden ist es erwähnenswert, dass der Gehalt in Salaten bei der Ernte im Herbst bis zu fünfmal höher sein kann als im Frühjahr. Außerdem beträgt die Konzentration dieses sekundären Inhaltsstoffes bei frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln etwa 50% mehr als bei verarbeiteter Nahrung. Durch längeres Lagern nimmt der Flavonoidgehalt bei Obst und Gemüse übrigens kontinuierlich ab, da die enthaltenen Phenolsäuren oxidationsempfindlich sind und das einfallende Licht und der Sauerstoff diese Substanzen zerstören.